PRESSESTIMMEN

„NSU-MONOLOGE“ – Heimathafen Neukoelln Berlin – 2016
Bühne für Menschenrechte

taz / Autor Tom Mustroph
„Das Vertrauen bleibt erschüttert“
.. Wie auch Adile Şimşeks Worte nicht von Şimşek selbst gesagt werden, sondern von Elisabeth Pleß. Aber Pleß verschmilzt im Laufe dieser gut zwei Stunden derart mit der Figur der Unternehmersfrau Şimşek, die ihren Mann und ihre Tochter durch die Morde verloren hat, dass für alle, die die Witwe des Blumenhändlers Enver Şimşek nicht persönlich kennen, Pleß Şimşek ist – etwa so, wie für manchen Kinogänger sich Mahatma Gandhi in der Version Richard Attenboroughs ins Hirn geprägt hat.
Nur dass sich Pleß und Şimşek gar nicht ähnlich sehen; aber die Schauspielerin zeichnet die Gemütsbewegungen ihres Vorbilds, die Trauer, den Zorn, die Verlassenheitsgefühle und auch die verklärten Erinnerungen so überzeugend nach, dass man sich an diesem Theaterabend eben doch der Frau des Mordopfers gegenüber wähnt…“
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„DIE MESSE“ – Theater im Depot Dortmund – 2016
artscenico performing arts

TANZweb / Autor: Klaus Dilger / 28.05.2016
„BITTERBÖSE RITUALE UND DAS THEATER ROCKT“
„[..] Dennemann [geht] in seiner Inszenierung einen Schritt weiter, er gibt dem Höllenhund die Gestalt der drei Grazien die mit Freude, Charme und Schönheit die Seelen verschlingen, oder Kindern die Eingeweide aus dem Körper reissen. Das ist bitterböse aber konsequent, denn Dennemann stülpt das Innerste nach Aussen – die Hölle sind wir – und wir sind mit allen anderen schon mitten drin. Für Unschuld ist da längst kein Platz mehr.
[..] Dennemann und seine exzellenten Performer beherrschen ihr Handwerk perfekt bis ins kleinste Detail. Das ist Tanztheater auf sehr hohem Niveau – wie aus dem Schulbuch – aber auch das kann begeistern, wenn es so gut gemacht ist …“
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RN / Autor: M. Schaper / Mai 2016
„MONSTRÖSE „MESSE“ MIT MASKEN“
„Unfassbar! Eine Welt voller Mordlust, Kannibalismus und ausgelebter Aggression verpackte Rolf Dennemann in sanfte Pantomime, Sehnsucht nach Kuscheligkeit. [..]“
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„FAQ – frequently asked questions“ – Orangerie-Theater im Volksgarten Köln – 2016
DRANGWERK / Regie: Elisabeth Pleß

Kölnische Rundschau 23.04.2016 / Autor: Bernhard Krebs / 23.04.2016
„TRIPPELN ZUR ZITATENFLUT“
„[..] köstlich absurde Performance- und Sprechtheater-Produktion.
[..] Die Archivarinnen des kollektiven Gedächtnis (Lisa Sophie Kusz, Melissa Moßmeier und später die hinzukommende „Neue“ (Annika Weitershagen) kreisten in ihrer verspielten und von Elisabeth Pless tadellos choreografierten Performance immer wieder um den Tisch.“
[..] Eine spannende und witzige interkulturelle Meinungscollage über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg. „FAQ“ wirft eher Fragen auf, als Antworten zu geben. Der Abend strotzt aber vor Komik und intellektueller Anregung.“
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gunwalt.de / Autor: Guntram Walter / 20. April 2016
„[..] am Nerv der Zeit. Das Neue. Das Unbekannte. Das ist FAQ, nicht diese programmierten Frage- und Antwortsysteme für alle vermeintlichen Problemfälle, sondern ganz anders, nämlich das Aufbrechen scheinbar selbstevidenter Maximen. Und das geschieht gut.“
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„MISING LINKS“ – Theater im Depot Dortmund – 2015
artscenico performing arts

Ars-tremonia / Autor: Michael Lemken / Juni 2015
„Das Stück ist sicher nicht jedermanns/-fraus Sache, aber wer modernen Tanz liebt und einen Einblick in menschliche Ängste bekommen möchte, sollte auf jeden Fall nach den „Missing Links“ Ausschau halten.“

WAZ- Juni 2015
„Überraschend, erschreckend, begeisternd“



„SCHLAFOUT und gewinne Zeit“ – Orangerie-Theater im Volksgarten – Köln 2015
DRANGWERK / Text, Regie, Schauspiel: Elisabeth Pleß

Deutschlandfunk – 06. März 2015, 15:39 Uhr
VISION DER SCHLAFLOSEN LEISTUNGSGESELLSCHAFT“
„SCHLAFOUT und gewinne Zeit“ – das ist der Titel eines interdisziplinären Theaterprojekts, das in Köln Premiere feiert. Die Regisseurin Elisabeth Pleß spricht im Interview über Schlafentzug, Erschöpfungsdepression und warum viele Menschen für Facebook auf Schlaf verzichten.
Immer da, immer erreichbar, immer mittendrin. Das Stück will das „Verhältnis von Mensch und Schlaf als dysfunktionale Liebesbeziehung“ auf die Bühne bringen und stellt sich dabei die Frage: Können Mensch und Schlaf sich versöhnen?

Die Regisseurin Elisabeth Pleß im Corsogespräch mit Sigrid Fischer. Das 10-Minütige Gespräch zum Nachhören.
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/03/06/dlf_20150306_1539_5729278d.mp3

Gunwalt.de / Autor: Guntram Walter / 09. April 2015
„KLEINE LIASON MIT DEM SCHLAF“
„… eine gestörte Liebesbeziehung zwischen dem kämpferischen und selbstbestimmten Ich – Elisabeth Pleß – und dem personifizierten Schlaf in Gestalt von Gwendolin Gemmrich, der sich windet, tanzt, begehrt und zu tiefst leidet. Ja, der Schlaf kann nicht ohne Gegenüber. Er verliert sich gewissermassen. Wird gestaltlos. Und der Mensch. Funktioniert eigentlich genauso. Auch in dieser interdisziplinären Produktion mit Videocollagen, Elektronik und Mundharmonika von drangwerk. Und dann wird alles gut? Ende offen.“
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campus.web / Autorin: Kathrin Legermann / 12.03.2016
„WENN ZEIT VERGEHT, OHNE DASS MAN ES MERKT…“
„[..] Zeitweise bettet sich das Gesamtbild in harmonischen Melodien, zeitweise hauchen die Klänge psychedelisch an. Das ist auch für den Zuschauer anstrengend, soll aber genau das sein, wenn es um Überarbeitung, Überforderung und den Kampf gegen und mit dem Schlaf geht. Der Zuschauer erkennt sich wieder. Er beginnt, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen.“
„[..] Schauspiel, Tanz, Live-Musik, Videoinstallationen und Audioaufnahmen – „SCHLAFOUT und gewinne Zeit“ ist ein Stück, das sich wie ein Flickenteppich aus seinen einzelnen Elementen zusammenfügt. Als Gesamtwerk ergibt sich daraus gelungene Gesellschaftskritik, die dem Zuschauer ohne erhobenen Zeigefinger den Spiegel vorhält.“
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„ASYL-MONOLOGE“ – Heimathafen Neukoelln Berlin – 2013
Bühne für Menschenrechte

Die Junge Bühne / Autor: Erik Veenstra / Februar 2014
„“Scent of magnolia sweet and fresh / And the sudden smell of burning flesh.”, singt Billie Holiday unheimlich bittersüß in “Strange Fruit”. Der Song ist das einzige Musikstück in dem Dokumentarischen Theater „Asyl-Monologe“.
Intensiv dargeboten von Elisabeth Pleß und Volker Becker an der Gitarre leitet er den Abend im Heimathafen Neukölln ein. Wie der narkotische Gesang quasi durch die Hintertür das Publikum trifft, so geht auch das Stück vor. [..]“

Berlin Poche – Dezember 2013
„Une attente de jugement ponctuée par quelques notes de guitare et un refrain chanté par Elisabeth Pless à la voix grave et profonde. Les mots frappent puisqu’ils sont sincères.



„ROOM SERVICE XIV“ – Kunsthaus Rhenania Köln – 2013
bodyincrisis

meine Südstadt – November 2013
„`Room Service´ will kein Wohlfühl-Abend sein. Kunst ist keine Wellness. ‚Wer Händchen halten will, soll ins Millowitsch’ (aufgeschnappt). Kunst soll auch aus der Reserve locken. Und das hat sie. Und begeistert waren dann am Ende doch alle. Vielleicht gerade deshalb.“

aKT – Dezember 2013
Die Schauspielerin (Elisabeth Pleß), an der zwei Sprechboxen hängen, spricht über das immaterielle Land der Seele, über Träumereien, das innere Universum und körperlose Erinnerung. Die Stimme aus den Boxen agiert wie ihr Unterbewusstsein und korrigiert sie in ihren Worten. Zuletzt konterkariert sie sich selbst: „Sie muss nicht mehr denken, googeln ist ihre Religion“.“



„WEIBERVOLKSVERSAMMLUNG“ – Theater im Bauturm Köln – 2013
Deutsch-Griechisches Theater

aKT – November 2013
Ein Spektakel, das von der ersten bis zur letzten Szene reichlich mit Lachern gesegnet ist. Papakostopoulos gelingt eine Inszenierung, in welche die ganze Erfahrung seiner Theaterarbeit eingegangen ist… Das Ergebnis ist eine knackige Komödie, die klug die Ohnmacht unserer politischen Verhältnisse torpediert.“

Eigenarten-Magazin – Oktober 2013
„Heute mag dieses Stück ein Wagnis sein. Es bedarf viel Mutes und schauspielerischen Könnens, sich auf der Bühne so danebenzubenehmen, wie es das Stück fordert. Kostas Papakostopoulos’ Truppe gelingt es ausgezeichnet!“

mobil.koeln – Oktober 2013
„Deftig und Obszön“

namkoartist – Oktober 2013
„Insgesamt hat das deutsch-griechische Theater wieder einmal gezeigt, warum es das älteste freie Ensemble in Köln ist und es bleibt zu hoffen, dass diese Klangfarbe mit griechischer Themen- und Stückwahl und auch diese professionelle Qualität der Stadt weiter erhalten bleibt.“

theater pur – Oktober 2013
„Wie sich Annika Weitershagen, Vassilis Nalbantis und Elisabeth Pleß (herrlich outriert kostümiert) um einen leckeren Jüngling mit überdimensionalem Penis balgen, ist eine urkomische Szene… Alle Darsteller füllen die Bühne kraftvoll aus.“



„AITCHY & ELSE“

Kölnische Rundschau – März 2013
„Schon mit dem Titel ihres Programms deuten „Aitchy & Else“ auf Brüche hin: „Wir wissen nicht, was soll es bedeuten“, ist natürlich zunächst eine Anspielung auf das bekannte Volkslied nach einem Heine-Gedicht über die Loreley. Aber gleichzeitig auch eine Abwandlung und daneben eine grundsätzliche Infragestellung: Denn das Duo hat sich deutsche Volkslieder vorgenommen und sie mit modernen Mitteln, mit Indie-Folk-Stimmungen zum Beispiel, mit Jazz oder Blues-Akkorden, manchmal auch mit einer kurzen Punk-Dröhnung interpretiert.
Das Publikum im „Café Duddel“ jedenfalls staunte nicht schlecht, als „Es waren zwei Königskinder“ plötzlich mit Reggae-Rhythmus unterlegt war und „Am Brunnen vor dem Tore“ mit viel Jazz-Feeling angereichert wurde. Oder als „Oh, du lieber Augustin“, wie der allerletzte Blues der Nacht in einer verräucherten Bar klang.“

Kölner Wochenspiegel – März 2013



„IKARIA – TRÄUME DER FREIHEIT“ – JVA Köln 2013
Sommerblut

Links:
aKT Köln – Vorgeschaut – „Steht auf und denkt Euch frei“
KStA – „Flügelschlagen im Gefängnis“
Kölnische Rundschau – „Der Traum von Freiheit – auch hinter Gittern“
Probenbesuch
Knastkultur – „IKARIA – Theaterprojekt in der JVA Köln“
Stadtrevue – Tagestipp
KStA – „Sommerblut im Klingelpütz“



„GELDGOTT – CHOR DER EMPÖRTEN“ – Studionbühne Köln – 2012
Deutsch-Griechisches Theater

aKT – November 2012
„Anspruchsvolle Unterhaltung spendet dieser „Geldgott“ freigiebig – und reiht sich damit ein in die bemerkenswerten Inszenierungen zu aktuellen politischen Themen, die Kölner Ensembles in dieser Spielzeit zeigen.“



LIKE_ASHES (Kurzfim Köln – 2012)

weird
„Und so lebt der Film von der kunstvollen und alles andere als alltäglichen Sprache. Großartig gespielt von Elisabeth Pleß (Foto), die in einem den Film umfassenden Monolog die gemeinsame Beziehung der beiden Protagonistinnen und ihre Gefühle wie in laut ausgesprochenen und dennoch wohl strukturierten Gedanken reflektiert.“



„BANDSCHEIBENVORFALL“ – Halle7 München – 2010

theaterkritikonline.de
Den Nerv getroffen
„Ein Psychogramm der Gepeinigten, so könnte der Untertitel des Stückes von Ingrid Lausund lauten. Die Autorin erfasste den Zeitgeist und komprimierte die moderne Sprache der sogenannten wissenschaftlich fundierten Verhaltenstherapie in ein dichtes anschauliches Werk. Die Angst, unsichtbar und doch heute allgegenwärtig, wirkt nur indirekt auf den Körper und so gehen sie scheinbar noch alle aufrecht. Alle, die unter Haltungsmangel leiden und sich an ihren Arbeitsplätzen krümmen und winden, sich optimieren lassen in Verhaltenskursen, und sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen, werden präsent.

Gegenstand ist der Alltag von fünf Angestellten, die in einem Vorzimmer der Wirtschaftsmacht die Hackordnung praktizierten. „Morgen“, „Morgen“, „Morgen“ begann es, bevor der Tag mit weiteren Floskeln von „…das darf man alles nicht so ernst nehmen …“ bis „Es ist alles gut“ weiterging. Daniela Wolf gab Kristensen, eine hübsche junge Frau, die als erste das Chefzimmer betreten durfte. Sichtlich aufgeregt zupfte sie den Rock zurecht, ehe sie nach der Türklinke griff. Der Aufenthalt im Chefzimmer war kurz, doch ihr Gesicht strahlte, als sie wieder herauskam. „Es ist alles gut“, doch … (und das sei hier nicht verraten). „Darauf trinken wir heute einen Sekt“, war man sich einig. Die Figur Kristensen gestaltete sie vermittelnd, nach Lösung und Austausch suchend, doch wenig durchsetzungsfähig. Anders Elisabeth Pless, die den Auftritt beim Chef durchchoreografierte und wieder und wieder probte, der Engel erschienen in der Sitzung, die selbstbewusst und exakt kalkulierte als Hufschmidt. Auch männlich dominant bestimmte sie die Runde, teilte Lob aus und Ohrfeigen, eignete sich ein fremdes Konzept an und erlitt einen Herzinfarkt.
.. Das Zentrum der Macht war hinter einer Türe verborgen, über der ein rotes Licht angebracht war. Leuchtete dieses, so ertönte ein Signal und die Hühner des Vorraumes wirbelten über die Fläche, scharten sich gespannt davor (Bühne/Kostüme Nora Brügel). Musik und Lichteffekte taten ein übriges, der Situation „Gefahr“ zu bestätigen und schufen dadurch schlüssig Momente (Manfred Schmid/Michael Wüst/Hans Barth).

Die Inszenierung von Markus Schlappig bediente das gesamte Gefühlssprektrum des Menschen und reichte von leicht erheiternd bis komisch und nicht selten tragisch anrührend. Der Regisseur führte die Darstellerinnen geschickt und entlockte ihnen in Gestik, Mimik und Körpersprache ein Optimum (lt. Wirtschaftssprache). Schmunzeln, Lachen, Nachdenklichkeit und irritierte Ablehnung spiegelte sich in den Gesichtern des Publikums.

„Im Zweifelsfall lachen“, so Ingrid Lausund, die den Psychotherapeuten sehr genau zugehört hat. Doch, dass es längst nicht mehr zum Lachen ist, das wissen wohl die meisten Mitglieder der Gesellschaft. Dennoch, die Fehlhaltungen geballt vor Augen geführt zu bekommen, hatte ergreifenden und berührenden Unterhaltungswert.“



„REVOLVERTRAUM/STRIPTEASE/DIE LIEBE IST EIN HECKENSCHÜTZE“ – Halle7 München – 2010

theaterkritikonline.de
_ _ _ peng
„Gitarrenklänge. Immer wieder die selben wenigen Akkorde spielte der Gitarrist. Buenos Aires bei Nacht, Stromausfall in einem Stadtteil, in der ganzen Stadt. Hier hat jeder eine Waffe. Zukunftsszenario oder bereits Gegenwart? In Revolver-Traum, dem ersten Teil der Trilogie, begegnen ein Schauspieler (vielseitig Bernd Berleb) und eine 16-jährige (frühreif verloren Sara Sukarie) einander zu einem flüchtigen sexuellen Austausch, entdecken Gefühle. Striptease, der zweite Teil besteht aus dem Telefonat des Schauspielers mit seiner letzten Frau und deren gemeinsamem Baby, in dem Vergänglichkeit und Angst beschworen werden und an dessen Ende steht: „Dieses Gespräch hat keinen Sinn.“ Die Liebe ist ein Heckenschütze, Teil drei, handelt von dem Schauspieler, der sich zu einer Runde Russisch Roulette Spielenden gesellt. Alle sind gezeichnet, sehnen sich nach der Erlösung durch die Kugel und werden von einer 11-jährigen angeleitet. Die Striptease-Tänzerin (Elisabeth Pless) entledigte sich temperamentvoll ihres Schals, wechselte gekonnt zwischen den Sprachen. Der Tätowierte (Dieter Fernengel) stolperte von Missverständnis zu Missverständnis. Der Gitarrist (Gianni von Weitershausen) steigerte sein Repertoire und die Intensität des Spiels. Am Ende tanzen die Figuren enthemmt in einen wilden Taumel. Eskalation.

Die Inszenierung von Alex Novak traf die Stimmung des Textes, der Menschen, der Stadt. Das Bühnenbild von Nora Brügel verstärkte den Eindruck ebenso wie die Gitarrenklänge – vor einer leeren Plakatwand standen zwei Bänke, ein dickes Seil lag auf dem Boden, gedämpfte Beleuchtung ließ die Atmosphäre einer Bar aufkommen. Sechs Figuren geben ihr Inneres preis; heraus kommt eine Ansammlung von Begebenheiten, Vorstellungen, Träumen und Gefühlen. [..]“



EFFI BRIEST – TAS Neuss – 2009

WZ – 17.01.2009
„Früher sagte man: „arrangiert“ und meinte damit, dass bei der Verbindung nachgeholfen wurde. Heute sprechen wir von Zwangs-Ehen, die auch nicht viel anders sind als vor hundert Jahren. Den meisten Zuschauern in der ausverkauften Premiere des Fontane-Romans „Effi Briest“ im Theater am Schlachthof ging nach dem über zwei Stunden langen Stück sicherlich ein Licht über Ehrbegriffe auf. Das ist der Verdienst der gelungenen Inszenierung von Markus Andrae. [..]
Elisabeth Pleß schafft als Effi den glaubhaften Sprung vom Mädchen zur innerlich ausgebrannten Frau mit allen Stufen eines changierenden Lächelns und einem Ausdruck, dem man sich schwer erziehen kann. Es entsteht fast eine Interaktion zwischen dem Publikum in dem relativ kleinen Theater und der sich immer mehr in die Rolle einfindenen Pleß. Zitternd liegt sie auf dem Sterbebett und refletiert ihr Leben und erschreckend brutal schlägt sie sich selbst in den Bauch um in ihrer Ohnmacht noch etwas zu spüren. [..]“



LOVE LETTERS – TAS Neuss – 2008

NGZ – 20.09.2008
„[..] Elisabeth Pleß ist eine bewegende, hinreißende Melissa, zeigt überzeugend das phantasievolle, lebensfrohe Kind, reich aber haltlos, rebellisch, zerstört und schließlich alkoholkrank, beruflich wie privat gescheitert. [..] Ein tolles sehenswertes Stück.“

WZ – 20.09.2008
„[..] Die Herausforderung, dass das Stück haupsächlich aus dem Vortagen von Breifen besteht meistern die Schauspieler. Ebenso gelingt es ihnen, die Entwicklung der Charaktere plastisch darzustellen. Besonders Elisabeth Pleß als Melissa [..] zeigt im zweiten Akt eine intensive, erotische Bühnenpräsenz, die aber die Verletzlichkeit ihrer Figur nicht verbirgt. [..]“



HALLOWEEN – SeverinsBurgTheater Köln – 2008

Kölner Rundschau – 22.07.2008
„Starkes Ensemble – kein Grund zum Fürchten“
„Joseph Vicaires mit sieben Personen üppig besetztes Stück ist ein Hommage an John Carpenters „Halloween – Die Nacht des Grauens“ (1979), die Mutter aller Horrorfilme. [..] Vicaire gelingt das Kunststück, filmischen Mittel durch theatralische zu ersetzen, wobei er alle Möglichkeiten ausschöpft, die die begrenzten räumlichen Bedingungen bieten. Als da sind schnelle Szenenwechsel, Elemente vonTanz, Pantomime und Masken, Schattenspiele, die Einbeziehung von Zuschauerraum und Foyer, aber auch die ausgeklügelte Lichregie und die illustrative Klangkulisse. Dass ein Theater nicht die selben überraschenden Gruseleffekte liefern kann wie die Kinoleinwand, versteht sich von selbst. Daraus macht Vicaire eine Tugend, indem er Spannung durch Komik ersetzt, ohne eine platte Parodie des Ganzen zu liefern. Dabei kann er sich auf seine Schauspieler verlassen, allen voran das muntere Teenager-Quartett Laurie (Elisabeth Pleß), Annie (Janina Burgmer), Lynda (Franziska Lehmann) und Denis Salamon als Hahn im Korb bei Lauries Halloween-party.“



SUBURBAN MOTEL – ARTheater Köln – 2007

KStA – 27.11.2007
„Ungehemmte Spielfreude – Junge Mimen in ‚Suburban Motel'“
„Augenblicke zum Durchatmen sind weder dem Publikum noch dem Ensemble vergönnt. Ein Vorstadt-Motel ist nunmal alles andere als ein Ort der Ruhe. Es ist laut und hektisch hier, aggressiv, ja sogar lebensgefährlich in George F. Walkers „Suburban Motel“. [..] Ein Gefühl leichter Nervosität stellt sich bereits beim Anblicj des „Vorhangs“ ein, der aus Pappkartons besteht, auf die Filmplakate und Comicstrips geklept wurden. Die aggressive Bilderflut, wie aus dem Schaufenster einer Vorstadt-Videothek, setzt sich in der Kulisse und den Requisiten fort. Wer soll hier einen klaren Gedanken fassen? Die Protagonisten vermögen es jedenfalls nicht. Ihre Hypernervosität, ihr Gedanken-Chaos und die Unfähigkeit, die vorhersehbare Katastrophe abzuwenden, bringen die Darsteller mit bemerkenswerter Intensität und mitunter geradezu hemmungsloser Spielfreude auf die Bühne. Während „Problemkind“ fast Ansätze eines Sozialdramas aufweist, steht „Genie und Verbrechen“ mit seiner absurden Komik zunächst im Kontrast dazu. Beide Handlungsstränge verwob Regisseurin Kathrin Sievers mit ihrem siebenköpfigen Ensemble geschickt vor dem immer gleichen Bühnenbild – einem schäbigen Moterzimmer eben. Ein Junkiepärchen – beklemmend realitätsnah Elisabeth Pleß und Ulrich Faßnacht – gibt sich in seinem Motelzimmer der vagen Hoffnung hin, das Sorgerecht für das gemeinsame Baby zurückzuerhalten. Derweil suchen die beiden Möchtgern-Gangster Stevie und Rollie – Daniel Mutlu und wiederum Ulrich Faßnacht interpretieren sie als Lauel und Hardy – eine Ausweg aus ihrem Dilemma.“